John Rafmans „Poor Magic“ beginnt mit dem Blick in Düsternis, in der geisterhaft blau fluoreszierende Skelette von zusammengekauerten Körpern aufsteigen; diesem komplementär gegenübersteht, nicht weniger bedrohlich, ein strahlend weißer Raum ohne Tiefe, eher ein Grund, in den einzelne Gliederpuppen hineinfallen. einer feucht glitzernden Röhre, vielleicht einer Luft- oder Speiseröhre, als Ausschnitt aus digital gerenderten Körperwelten, untermalt von freundlicher Musik. Die Öffnung der Röhre, durch die man „fährt“ mutet wie ein nicht-menschliches Auge an. Das „Hauptgeschehen“ spielt sich auf einer Ebene ab, deren zeitweise schachbrettartiger Untergrund zunächst zartgemasert lachsfarbenem Marmor nachempfunden scheint. Im Laufe des Videos wird diese Textur immer gröber und zeigt sich als aus fleischfarbenen Innereien, Gefäßen und Gedärmen „geflochten“.